Sonntag, 16. August 2015

Wohnzimmerregal: The Big Year (2011)


Ich mag den deutschen Titel des Filmes überhaupt nicht. Ich kann richtig spüren, wie Marketingmenschen zusammengesessen haben und versucht haben, den Film als eine gedankenlose Komödie zu vermarkten. Ha, ha, es geht um Vogelbeobachter, verstehen Sie? Und dann gibt es da dieses Wortspiel, weil die ja ein Jahr unterwegs sind, so außerhalb der Gesellschaft. Ha, ha. Aber auch, weil die Vögel freigegeben sind, zur Beobachtung. Ha.

Und ich mische mich da ein und möchte einen Film präsentieren, der so viel mehr ist, als nur oberflächlicher Wegwerfhumor. Der Film ist ein einfühlsames und witziges Drama über drei Individuen, die sich aus unterschiedlichen Gründen dazu entscheiden, am "großen Jahr" (The Big Year) teilzunehmen, einem Versuch, innerhalb eines Jahres die meisten Vogelarten in den USA zu finden und bewusst zu beobachten.

Der Film erkundet dabei intensiv die Motivationen der einzelnen Charaktere und zeigt auf, wie sich Freundschaften entwickeln und wie wir als Menschen insgesamt miteinander umgehen und Erfahrungen teilen. Das ist ein Film, den ich mir immer und immer wieder ansehen kann, weil er auch von der Atmosphäre und den Orten unglaublich vielseitig ist. Ich freue mich jedes Mal.

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