Mittwoch, 30. September 2015

Iss dies, nicht das!

Es gibt einige Bereiche meines Lebens, von denen ich immer noch nicht so richtig weiß, wie ich mit ihnen umgehen soll. Einer davon ist die tägliche Ernährung. Auf der einen Seite esse ich unglaublich gern. Es schmeckt mir, es beruhigt mich, es macht mir Spaß, selbst etwas zu kochen und auszuprobieren. Auf der anderen Seite bin ich aber selten dazu gewillt, mich zum Kochen durchzuringen. Zwar ist alles gut, sobald ich damit anfange. Aber der Weg dahin wird von meiner Faulheit versperrt. Ach, wenn man mir doch nur immer ein Buffet zur Verfügung stellen würde, ich wäre glücklich.

Da das jedoch nicht der Fall ist, bedeutet das für mich, dass ich häufiger 5-Minuten-Terrinen zubereite. Oder die ganze Zeit über Toastbrot esse. Mit irgendwas. Oder frisches Obst, wenn welches da ist. Oder Chips. Oder eben etwas bestelle. Oder auch einfach mal gar nichts esse, weil ich mir das doch mit dem Hunger eh nur einbilde, glaube ich. Na ja, und dann wähle ich um 22 Uhr doch wieder etwas auf der Onlinepräsenz meiner Lieblingspizzeria aus. Argh.

Dabei müsste es doch eigentlich ganz einfach sein: 1. Ich überlege mir, was ich essen möchte. 2. Ich mache mir eine Einkaufsliste. 3. Ich gehe einkaufen. 4. Ich komme nach Hause und sortiere den Einkauf in der Küche. 5. Ich koche etwas. 6. Ich esse und bin glücklich. 7. Irgendwas mit Abwaschen. So übersichtlich! Aber gleichzeitig auch so sehr zum Scheitern verdammt. Ich glaube, dass mein Hauptproblem irgendwo bei 1. und 2. liegt und sich dann bei 5. und 7. fortsetzt.

Aus diesem Grund habe ich mir schon häufiger Gedanken darüber gemacht, wie ich mit meiner Ernährung umgehen soll. Ich habe wöchentliche Listen erstellt, damit ich nur einmal einkaufen gehen muss. Oder ich habe mich auf Rohkost konzentriert, damit ich weniger kochen und nachdenken muss. Doch das hat alles nicht funktioniert. Ich möchte einfach nicht auf gute Gerichte verzichten, aber ich will diese so einfach wie möglich zubereiten. Jetzt muss mir nur noch jemand erklären, wie ich das bewerkstelligen soll.

Vielleicht so: Vor einiger Zeit bin ich auf eine Webseite aufmerksam geworden, die sich ein paar mehr Gedanken gemacht hat. Damit bin ich zwar immer noch nicht so wirklich zufrieden, aber sie hat mir auf jeden Fall dabei geholfen, Schritt 1 und 2 etwas zu vereinfachen. Die Webseite schlägt auf der Grundlage von persönlichen Ernährungsgewohnheiten Gerichte vor, die man über den Tag hinweg zubereiten kann. Dazu erstellt sie darüber hinaus auch noch eine Einkaufsliste, sodass einem die ersten beiden Schritte erspart werden.

Wenn man das jetzt noch mit Amazons Lebensmittelversand verbindet, würde auch noch der 3. Schritt wegfallen. Aber na ja, wenn ich darüber nachdenke, dann bin ich für so etwas auch noch nicht bereit. Ich schlendere eigentlich gern durch Supermärkte und entdecke hin und wieder auch etwas Neues. Hm. Jedenfalls bin ich immer auf der Suche nach besseren Gestaltungsmöglichkeiten fürs Kochen, auch wenn sich bisher an meiner Einstellung nicht so viel verändert hat.

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